Manchmal sind die Bauschäden zwar mehr oder weniger deutlich sichtbar, die Ursachen jedoch entweder nicht klar oder zumindest nicht eindeutig.
Lehrbücher, Erfahrung und Standardisierungen helfen in vielen Fällen nicht weiter.
Hier setzt dann die Bauschadenforschung an. Im Gegensatz zu den theoretischen Forschungen und praktischen, überwachten, Versuchen an Universitäten und Instituten sind in der Praxis die Rahmenbedingen eben nicht klar und eindeutig. Diese müssen ebenso wie die Vorgeschichte erst aufwendig recherchiert werden.
Für jede Problemlösung müssen erst die Ursachen bekannt sein. Dazu gehören neben Experimenten auch genaue Untersuchungen und wiederholbare Versuchsanordnungen mitsamt lückenloser Dokumentation.
So gibt es Fälle, die theoretisch gar nicht vorkommen können. Dennoch sind sie vorhanden. Hier muß dann schlichtweg probiert werden, bis das Phänomen wiederholt werden kann. Dazu ist teilweise ein hoher technischer, organisaorischer und zeitlicher Aufwand erforderlich.
Hier liegen wieder die Vorteile einer Gemeinschaft auf der Hand: es muß nicht jeder einzelne Sachverständige die komplette Laborausrüstung und die entsprechenden Meßgeräte vorhalten. Die Untersuchung wird dort durchgeführt, wo die geeigneten Bedingungen vorliegen.