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Erklärung technischer Begriffe |
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Abdichtung Abdichtung ist eine flächige wasserdichte Abdichtung eines Baukörpers. Dies kann das Dach, aber auch der Keller sein. Gebräuchliche Stoffe sind Kunststoffbahnen ("Folien"), Bitumenbahnen, Bitumenschweißbahnen und Kunststoffmodifiziertes Bitumen, KMB (Dickbeschichtung). Abdichtungen werden in der DIN 18195 und den - Flachdachrichtlinien - geregelt. Zusätzliche, allerdings zum Teil abweichende, Regeln finden sich in der VOB im Teil C (DIN 18336 und DIN 18338).
Bitumenbahnen, Bitumenschweißbahnen Bitumen ist ein Produkt aus Rohöl. Vereinfacht ausgedrückt: der Rest, der nach dem Raffinieren in Benzin, Diesel und Öl übrig bleibt. Bitumenbahnen bestehen aus einer Trägereinlage wie zum Beispiel Glasgewebe, Polyesterfaservlies etc. und beideitig aufgetragenem Bitumen. Die Dicken betragen zwischen 2 und 5 mm. "Normales" Bitumen wird nur noch bei untergeordneten oder wenig belasteten Bereichen verwendet. Ansonsten wird das Bitumen mit Kunststoffen "veredelt". Diese Kunststoffe sind entweder PYE (Elastomer) oder PYP (Plastomer). Diese machen das Bitumen kälte- oder wärmefester, elastisch oder plastisch. Je nach Einsatz wird ein entsprechendes Bitumen gewählt. Bitumenbahnen werden verklebt, mechanisch befestigt, lose mit Auflast verlegt oder aufgeschweißt. Bitumenbahnen untereinander müssen immer vollflächig miteinander verbunden werden. Für das Aufschweißen besitzen diese Bahnen eine spezielle Schmelzschicht auf der Unterseite, die mit dem Gasbrenner erhitzt wird.
Beton, WU-Beton Beton ist bekanntlich ein Gemisch aus Zement, Kies, Sand und Wasser. Er wird in verschiedenen Härten und gegen verschiedene Angriffe hergestellt (Salze, Fluoride etc.). Der Begriff WU-Beton für wasserundurchlässigen Beton bezieht sich nicht etwa auf komplette Bauteile, sondern nur auf den Beton. Durch spezielle Zusätze wird die Wassereindringtiefe auf 5 cm begrenzt. Für die Wasserdichtigkeit ganzer Bauteile ist WU-Beton jedoch nur ein Bestandteil. Siehe auch "Weiße Wanne".
Betonüberdeckung Damit ist der Abstand zwischen Außenkante Beton und der Bewehrungsstähle gemeint. Je nach Beanspruchung ist die Mindestüberdeckung in der DIN 1045 vorgeschrieben.
Bewehrung Bewehrung sind Stahleinlagen im Beton, die die fehlende Zugfestigkeit des Betons durch die Zugfestigkeit des Stahls ersetzen. Üblich sind Bewehrungsmatten, Körbe und Einzelstäbe.
Pfetten Hier handelt es sich um tragende Bauteile, die meist waagerecht verlaufen. Sie können aus Stahl, Holz oder Beton sein und dienen meist als Auflager für andere Bauteile wie z.B. Sparren.
Dachdeckung Im Gegensatz zur Dachabdichtung handelt es sich hier um eine regensichere Eindeckung mittels schuppenförmiger, kleinformatiger Einzelbauteile. Zum Beispiel Dachpfannen, Dachziegel, Schiefer, Schindeln etc.
Dachneigung Die Dachneigung ist für die Wahl des Abdichtungs- oder Dachdeckungssystem entscheidend. Maßgeblich ist sie bei Abdichtung bezüglich des Mindestgefälles sowie die Erforderlichkeit von Schubaufnahmen und der Windbelastung. Bei der Dachdeckung gibt es Mindestgefälle, die eingehalten werden müssen. Bei Unterschreitung sind weitere Maßnahmen bis zur Wasserdichtigkeit des Unterdaches erforderlich. Für die Berechnung der Wind- und Schneelasten ist die Dachneigung ebenfalls maßgeblich.
Dampfsperre, Dampfbremse Diese bestehen meist aus Folien oder Bahnen, die einen gewissen Diffusionswiderstand aufweisen. Sie sollen verhindern, daß Wasserdampf in die Wärmedämmung gelangt. Die Diffusion ist ein sehr langsamer Vorgang. Die Wassermoleküle "mogeln" sich quasi durch die Moleküle der Dampfbremse um dann als Kondenswasser im kalten Bereich niederzuschlagen. Dampfsperren lassen gar keinen Wasserdampf durch. Die erforderliche Sperrwirkung errechnet sich nach den Vorgaben der DIN 4108. Eine Dampfsperre muß für den Zweck des Dampf bremsens nicht luftdicht sein. Auch lose überlappende Folien erreichen einen hohen Sperrwert gegen Wasserdampf. Aber eben nicht gegen Luftströmung.
Luftdicht, Luftdichtigkeit Mehr zu diesem Thema unter www.luftdicht.de Die Luftdichtigkeit dient einmal zur Begrenzung des Wärmeverlustes. Es soll verhindert werden, daß zuviel Wärme "ins Freie geblasen" wird. Daher ist die Luftdichtigkeit auch eine Forderung der ENEV (Energieeinsparungsverordnung). Andererseits ist sie auch eine Forderung der DIN 4108, Tauwasserschutz im Hochbau. Hier dient die Luftdichtigkeit jedoch vornehmlich der Vermeidung von Tauwasser (Schwitzwasser) und damit Schimmel und Verrottung.
ENEV, Energieeinsparungsverordnung Die Energieeinsparungsverordnung einzuhalten ist Pflicht bei Neubauten oder bei bestimmten Umbauten/Sanierungen. Die ENEV soll gewährleisten, das möglichst viel Energie in Form von Wärme auch genutzt wird, wo sie gebraucht wird. Und damit wird dann der Verbrauch an Energie gesenkt, welches das Ziel der ENEV ist. Hierzu benötigen genehmigungspflichtige Bauten den sogenannten Wärmeschutznachweis. Dort ist nachzulesen, wieviel Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung unter genormten Bedingungen ein bestimmter Bau theoretisch benötigt. Achtung: ähnlich wie beim Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeuges hängt der tatsächliche Verbrauch vom Verhalten des Nutzers ab.
Holz, Mondholz und Holzwege Hierzu verweisen wir auf die sehr gut gemachten und informativen Seiten von: Holzfragen Und KHRies
Schwarze Wanne So wird eine Kellerabdichtung bezeichnet, die meist aus Bitumenbahnen, teilweise auch aus Kunststoffbahnen, besteht. Wanne heißt es deshalb, weil die Abdichtung eben auch unterhalb der Kellersohle verläuft und an die senkrechte Abdichtung der Wände angeschlossen ist. Der Keller selbst kann dabei aus Beton oder Mauerwerk bestehen. Bei dieser Methode ist auf genaue Arbeitsweise zu achten. Insbesondere muß dafür gesorgt werden, daß die Abdichutn beim Betonieren der Bodenplatte und beim Auffüllen der Baugrube nicht beschädigt werden darf. Empfindliche Punkte sind hier die Kehlen, also der Übergang zwischen Boden und Wand.
Thermische Längenänderung Damit ist die Ausdehnung bei Wärme bzw. das Zusammenziehen bei Kälte von Materialien gemeint. Jedes Material hat einen eigenen Ausdehnungskoeffizienten. Dieser gibt an, um wieviele mm pro Meter sich ein Material ausdehnt oder verkürzt pro Grad Temperaturänderung. Metalle dehnen sich meist besonders stark aus, insbesondere, wenn sie der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Aus diesem Grunde werden ab einer bestimmten Länge Möglichkeiten zur zwängungsfreien Ausdehnung eingebaut. Bei Regenrinnen z.B. Dehnungsausgleicher in Form von Neopreneinsätzen.
Wärmedämmung, PUR, EPS, XPS, MiWo, SG Wärmedämmung besteht aus unterschiedlichen Materialien wie z.B. Expandiertes Polystyrol (EPS, Markenname z.B. Styropor), Extrudiertes Polystyrol (XPS, Markenname z.B. Styrodur), Polyurethan (PUR), Mineralwolle (MiWo) oder Schaumglas (SG, Markenname z.B. Foamglas) und weiteren, aber selten verwendeten Stoffen. Man unterscheidet zwischen organischen Dämmstoffen (z.B. aus Öl wie EPS und XPS) und anorganischen Dämmstoffen (z.B. aus Mineralien/Glas wie SG und MiWo). Anorganische Dämmstoffe können nicht verrotten, sofern nicht organische Bestandteile (wie zum Beisiel Kleber) mit verwendet werden. Dämmstoffe unterscheiden sich auch nach ihrer Druckfestigkeit und der Wärmeleitfähigkeit. Je schlechter die Wärmeleitfähigkeit, desto besser die Dämmwirkung pro cm Dicke. Die Wärmeleitgruppe (WLG) jedoch zeigt die beste Dämmwirkung mit niedrigen Zahlen an. So dämmt zum Beispiel WLG 030 besser als WLG 045.
Weisse Wanne Eine "Weiße Wanne" ist eine wasserdichte Betonkonstruktion. Das heißt aber nicht, daß die Verwendung von WU-Beton automatisch zu einer "Weißen Wanne" führt. WU-Beton ist lediglich ein notwendiger Bestandteil der "Weissen Wanne". Dazu kommen noch Mindestdicken, Ausschalfristen, kontrolliertes Abbinden des Betons, Bewehrung inkl. Rissebeschränkung, Fugenbänder (oder vgl.) usw. Auch hier liegen die Schwachpunkte im Kehlbereich. Fugenbänder können falsch verlegt sein und/oder umknicken.
.... wird fortgesetzt ......
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