DIN Interpretation

  • DIN 1052 - Holzbau Hier werden hauptsächlich Berechnungsverfahren und Verbindungen geregelt. Mit Verbindungen sind sowohl Holz-, Schraub- und Nagelverbindungen gemeint. Weiterhin werden die zulässigen Spannungen abhängig von der Holzart und der Spannungsrichtung (quer und längs zur Faser) geregelt.

  • DIN 4108 - Wärme- und Tauwasserschutz. Hier ist der Mindestwärmeschutz (und auch der sommerliche "Hitze"schutz) einzelner Bauteile gefordert. Die Energieeinsparverordnung (ENEV) hat hier wenig mit zu tun, da es sich bei der EnEV um ein Bilanzverfahren handelt. Aber auch in der EnEV sind Mindestanforderungen an einzelne Bauteile gestellt, die sich in der DIN 4108 wieder finden (bzw. umgekehrt). Oft übersehen wird aber auch der Tauwasserschutz: es muss nachgewiesen werden, dass sich in einem Bauteil kein schädigendes Tauwasser ansammeln kann. Das wird oft bei Wärmedämmverbundsystemen übersehen", aber auch bei ungedämmten Kellerwänden. Die Berechnungsprogramme lassen sich im Internet finden.

  • DIN 18202 - Maßtoleranzen. Die Maßtoleranzen im Bauwesen sind für die meisten Baulaien erschreckend hoch. Nicht umsonst gibt es folgenden Spruch: "Die Schreiner arbeiten auf den Millimeter, die Zimmerleute auf den Zentimeter und die Maurer müssen aufpassen, dass sie auf dem Grundstück bleiben"

  • Die DIN 18195 wurde im Jahr 2017 durch die Neue DIN 18533 ersetzt. siehe hierzu folgenden Link mit einer fachlich ausführlichen Beschreibung auf der Seite von Weber Saint Gobain

  • -DIN 1045 / DIN EN 206 - Stahlbeton. Hier sind Eigenschaften und Prüfungen des Betons geregelt. ACHTUNG! Weiße Wannen sind hier NICHT geregelt.Lediglich WU-Beton ist definiert, nicht aber in sich dichte Bauwerke aus Beton. Wesentlich sind hier die verschiedenen Betonfestigkeiten (früher zum Beispiel B25, heute zum Beispiel C(EM) 25/30) und die so genannten Expositionsklassen (z.B. XC 2). Expositionsklassen richten sich nach den Angriffen auf den Beton z.B. aus Salzen (Chloride), Wasser oder auch andere aggressive Stoffe.

  • DIN 4095, Drainanlagen. Grundsätzlich sind gelbe Flexrohre in der Regel ungeeignet. Auch und gerade dann, wenn sie kokosummantelt" sind. Die DIN regelt aber eben nicht nur die Rohre, also die "Drainage", sondern vielmehr den kompletten Aufbau einer Drainanlage. Eben auch die Schichten am Haus, unter und über den eigentlichen Rohren.

  • DIN 18195 - Abdichtung / wird zukünftig in der DIN 18531 Teil 1-4 übergehen. Die DIN 18195 regelt die Abdichtung von Gebäuden, nicht aber Flachdächer (hier sind die Flachdachrichtlinien maßgeblich).Achtung: diese Norm gilt nicht für Bauwerke, die an sich schon wasserdicht sind (z.B. weiße Wanne). Aber dazu später. Es wird in vier Lastfälle unterschieden: Nichtstauendes Sickerwasser - Aufstauendes Sickerwasser- Drückendes Wasser- Von innen drückendes Wasser